Büffel

Eine Premiere für den Darß: Auf dem Gutsland grast die erste Büffelherde der Halbinsel. Die genügsamen und anpassungsfähigen Tiere, die in der Natur in Gruppen von 30-40 Büffeln leben, ernähren sich vor allem von Gräsern, fressen aber auch fast jede Art von Ufervegetation.

Die Domestikation dieser uralten Tierart begann bereits 3000 Jahre vor unser Zeitrechnung. Seit dem 13. Jahrhundert in Südosteuropa eingeführt, sind heute insgesamt etwa 50 verschiedene Rassen bekannt, unter ihnen die Gruppen der Flussbüffel- und der Sumpfbüffelrassen.

An das salzige Seeklima haben sich die imposanten Tiere mit den langen, gerippten Hörnern bereits gewöhnt - die ersten Kälber wurden auch schon geboren. Ganz uneigennützig ist ihre Gutshaltung allerdings nicht: Landschaftspflege ist die eigentliche Hauptaufgabe der Büffel, die sich im Gegensatz zu anderen Arten bestens für das Leben auf den weitläufigen, z. T. sehr feuchten Gutsflächen eignen.

Dazu ist das köstliche Büffelfleisch eine ideale Ergänzung für das Sortiment des Hofladens und besitzt viele ausgezeichnete Eigenschaften. Gesunder, saftiger Genuss mit vielen Vitaminen!

 

Während die Sumpfbüffel hauptsächlich im Raum Südostasien als Arbeitstiere eingesetzt werden, gelten die Flussbüffel besonders in Indien und Pakistan als hervorragende Milchlieferanten. Zwei weitere Unterschiede: Sumpfbüffel besitzen 48 Chromosomen und suhlen in Schlamm, Flussbüffel besitzen 50 Chromosomen und suhlen im Wasser.

Die domestizierten Tiere sind sehr viel kleiner als ihre wild lebenden Artgenossen und selten schwerer als 500 Kilogramm. Die Farbe der wilden Tiere ist grau, braun oder schwarz, bei den Tieren in Haltung gibt es gelegentlich auch schwarz-weiß gescheckte oder ganz weiße Tiere.

Der Büffelkopf ist meist lang, die Ohren sind eher klein. Beide Geschlechter tragen die stark gerippten, im Querschnitt dreieckigen Hörner, wenn auch jene der Weibchen meistens kürzer sind. Die gespreizten Hufe geben den kräftigen Tieren auch auf feuchtem, weichen Untergrund immer einen festen Stand.

Menschen gegenüber verhalten sie sich friedlich: Die domestizierten Tiere gelten als folgsam, sind sehr sensibel und lassen sich manchmal sogar von Kindern lenken. Gegenüber Fremden reagieren sie allerdings eher neugierig bis furchtsam

 

Büffel sind widerstandsfähig gegen Klimaeinflüsse: Die genügsamen Tiere können sich auf Grund ihrer breiten Klauen auch auf feuchtem Weideland hervorragend bewegen. Deshalb eignen sie sich besonders zur Landschaftspflege auf feuchtem Grünland, das von Rindern nicht beweidet werden kann.

Das Fleisch junger Tiere ist sehr zart, bei älteren Büffeln hat es eher einen wildaromatischen Geschmack. Es ist eiweißreich, gleichzeitig fettarm und weist einen hohen Vitamingehalt auf. Dafür ist der Cholesteringehalt des etwas dunkleren Büffelfleischs geringer als der von Rindfleisch: Das gilt auch für die wohlschmeckende Milch der Tiere.

In Deutschland leben heute rund 1.500 Büffel bei etwa 70 Haltern. Meistens werden die Tiere zur Mutterkuhhaltung, Milchgewinnung und Landschaftspflege eingesetzt. Die Kosten liegen zwischen 2.000 und 3.500 Euro je Tier.