Schafzucht

Die Schafzucht ist eine besonders erfolgreiche Unternehmung des Gutes. Zum 1. Januar 2006 trat der erfahrene, alte Schäfer Zimmer seinen wohlverdienten Ruhestand an und übergab seine Herde in die Obhut von Gut Darß. Mittlerweile wurden an den Standorten Michaelsdorf und Barth zwei Schäfereien gegründet, die sich als eigenständiger Geschäftsbereich etabliert haben. 4.000 Schafe, davon 2.200 Mutterschafe weiden heute auf dem Darß. Das Unternehmen »Schafzucht« hat gute Gründe: Ein wichtiger Punkt ist die Erhaltung der traditionellen Schafzucht in Vorpommern. Sie bildet im ökologischen Gleichgewicht ein bedeutsames Stück Landschaftspflege, das auszusterben drohte. Auch die natürliche Pflege der Boddendeiche durch die gefräßigen Herdentiere wird hiermit gesichert.

Die Standorte

Zwei eigenständige Schäfereien an den Standorten Michaelsdorf und Barth bilden gemeinsam den Geschäftsbereich »Schafzucht« des Gutes. Im November 2006 wurde in Michaelsdorf eine traditionsreiche Schäferei übernommen, die gemeinsam mit dem Standort Barth mittlerweile über rund 4.000 Schafe verfügt. 

Michaelsdorf liegt am Rande des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft, der sich vom Darßer Weststrand über die Boddenkette bis zur Insel Hiddensee erstreckt. Barth befindet sich am südlichen Ufer des Barther Boddens und ist Teil der durch die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst von der Ostsee getrennten Boddenkette.

 

Die Merkmale der Rasse

Das Deutsche Schwarzköpfige Fleischschaf bildet die zweitgrößte Schafrasse in Deutschland. Das kräftige Schaf mit seinen charakteristischen Formen wurde traditionell vor allem wegen seines geschmackvollen Fleisches gezüchtet. Kopf und Beine sind schwarz und wollig. Das Schwarzköpfige Fleischschaf ist äußerst fruchtbar, liefert eine exzellente Fleischqualität und eignet sich für alle Haltungsformen. Seine Weide-, Marsch- und Pferchfähigkeit werden hoch gelobt. 

Die »Schwarzköpfe« gehen auf englische Fleischschafrassen zurück, die ab 1870 nach Deutschland eingeführt wurden. Der Rückgang der Wollpreise und die zunehmende Bedeutung der Fleischerzeugung waren der Grund für den Bedarf. In Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein sind die Tiere heute besonders verbreitet.